Über mich

Mein Name ist Anja Weiß. Ich wurde am 19. März 1969 in Essen an der Ruhr geboren und lebe jetzt im wunderschönen Hegau nah bei Singen Hohentwiel am Bodensee.

Bereits im Alter von 33 Jahren verwitwet und beide Eltern vier Jahre später zu früh verloren, vernahm ich einen inneren Ruf. Trotz der eigenen emotionalen Betroffenheit war es mir ein Herzensbedürfnis, meinen verstorbenen Angehörigen auf ihren Trauerfeiern in einer eigenen Rede meine Dankbarkeit, Liebe und Wertschätzung zu bekunden.

Die würdevolle, persönliche und unvergessliche Trauerfeier, mit der ein freier Trauerredner meinem jung verstorbenen Mann die letzte Ehre erwies, blieb mir fest in Erinnerung.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen vernahm ich den inneren Ruf erneut, folgte ihm und machte mich selbständig als freie Trauerrednerin. Seitdem wirke ich in der westlichen Bodenseeregion und begleite ebenfalls außerkirchliche Trauerfeiern in der grenznahen Schweiz.

Ich erlebe dankbar, was es bedeutet, meine Seelenarbeit gefunden zu haben. Mich trägt die Hoffnung und der Wunsch, einen heilsamen Unterschied bewirken zu dürfen für Menschen, deren Leben ich berühre.

Da der Beruf des freien Trauerredners sich zunehmend größerer Beliebtheit erfreut und der Bedarf steigt, gebe ich nun mein Wissen und meine Erfahrung weiter, die ich sammeln durfte, als ich schon zu Beginn meiner Laufbahn innerhalb von 10 Monaten 100 gelungene Trauerfeiern begleiten durfte.

Meine Ethik in Kürze

Ich gründe meine Ethik auf den Artikeln 1 GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ und 2 GG „Freie Entfaltung der Persönlichkeit!“ Es entspricht meinen Werten, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Glauben, seinem Nichtglauben, seinen ruhmreichen Erfolgen und seinen Verfehlungen Respekt und Wertschätzung verdient – im Leben wie im Tode.

Möge es mir gelingen, jede Trauerrede so zu gestalten, dass sie sowohl dem Verstorbenen, als auch den hinterbliebenen Angehörigen frei von jedem Urteil einen würdevollen, wertschätzenden, Trost spendenden und Verbundenheit stärkenden Abschied beschert! Und möge die besondere Zeit des Übergangs zwischen Versterben und Begräbnis ein heiliger, unantastbarer Hoheitsraum sein, in dem alle Zwistigkeiten und Differenzen, sofern es sie gibt, ruhen.

Möge jeder Person der Raum und das Recht gewährt werden, sich in Stille von der körperlichen Hülle des Verstorbenen zu verabschieden – zu Ehren des Toten und aller Hinterbliebenen in Trauer und Dankbarkeit.